RL Mod: Richtlinie zur Förderung der Modernisierung von Wohnraum in Nordrhein-Westfalen

Die steigende Nachfrage der Menschen in Stadt und Land nach bezahlbarem Wohnraum und sich wandelnde Wohnbedürfnisse sind nicht allein durch den verstärkten Neubau von Wohnungen oder Eigenheimen zu erfüllen. Vielmehr müssen bereits bestehende Wohngebäude modernisiert und an aktuelle Anforderungen angepasst werden.

Solche Modernisierungen verfolgen eine Reihe von Zielen. So gilt es, die Folgen des Klimawandels durch eine energetische Sanierung zu berücksichtigen, die Energiekosten zu senken, bauliche Barrieren zu reduzieren, den Menschen die Möglichkeiten digitaler Gebäudetechnik zu erschließen, ein attraktives, sicheres Wohnumfeld zu schaffen.

Dem Gemeinnutz verpflichtete Wohnungsgesellschaften wie die GWG versuchen, wohnungspolitisch sinnvolle Anforderungen mit dem bautechnisch Möglichen ebenso in Einklang zu bringen wie mit der wohnungswirtschaftlichen Rentabilität und der sozialen Tragbarkeit der Wohnkosten. Unsere Prämisse ist es, dass unsere Mieterschaft nach erfolgter Modernisierung vom erhöhten Wohnwert profitieren kann, ohne durch einen übermäßigen Anstieg der Wohnkosten belastet zu werden.

Unser seit Jahrzehnten umgesetztes Sanierungs- und Modernisierungsprogramm steht in Einklang mit der Richtlinie des Landes zur Förderung der Modernisierung von Wohnraum in NRW, kurz RL Mod genannt. Dazu nutzen wir zinsgünstige Förderdarlehen für die anfallenden Kosten bei der Modernisierung von Wohnungen. Grundsätzlich gelten für alle im Rahmen der RL Mod modernisierten Wohnungen Mietpreis- und Belegungsbindungen.

Beispiele für Modernisierungen nach RL Mod

Grefrath, Bahnstraße: Sanierung von 15 Wohnungen abgeschlossen. Im September 2019 begann die GWG an der Bahnstraße 64 und 64a in Grefrath mit der Sanierung und Modernisierung von zwei Wohnhäusern aus dem Baujahr 1965 mit insgesamt 15 Wohneinheiten und einer Gesamtwohnfläche von 1.122 m². Nach rund einem Jahr Bauzeit wurde die umfangreiche Sanierungsmaßnahme im Herbst 2020 abgeschlossen. Gefördert wurde sie durch das Land NRW mit Fördermitteln nach der Modernisierungsrichtlinie RL Mod 2018. Das Projektvolumen beläuft sich auf 1,5 Mio. EUR.

Durch die Landesförderung wurden die 15 Wohnungen in bester Ortslage umgewidmet zu öffentlich gefördertem Wohnraum und erfordern beim Neubezug einen Wohnberechtigungsschein. Fünf der Wohnungen wurden im bewohnten Zustand saniert. Die restlichen zehn Wohnungen mit Komplettsanierung wurden nach der Fertigstellung neu vermietet. Es handelt sich überwiegend um 2- und 3-Zimmer Wohnungen mit Größen von 55 bis 83 qm.

Das Projekt umfasste die energetische Sanierung von Fassaden, Fenstern und Dach des dreigeschossigen Wohnhauses mit zwei Treppenhäusern und den Wohnungen in Erdgeschoss und Obergeschossen. Alle Fenster wurden ersetzt durch neue Kunststofffenster mit Dreifach-Verglasung. Die Klinkerfassade wurde rückgebaut und durch ein Wärmedämm-Verbundsystem mit hochwertiger mineralischer Dämmung und Klinkerriemchen für Teilbereiche ersetzt. Auch der Dachraum ist nun gedämmt.

In der Sanierung enthalten ist die Erneuerung aller Frisch- und Abwasserleitungen und der Elektroinstallation. Ebenso wurden Installationen und Ausstattung der Küchen und Bäder erneuert. Die Bäder sind nun überwiegend barrierefrei. Zwar blieb das Heizungsleitungsnetz innerhalb der Wohnungen weitestgehend erhalten. Allerdings wurden die vorhandenen Etagenheizungen demontiert, weil beide Häuser über einen gemeinsamen Fernwärmeanschluss der Gemeindewerke Grefrath angeschlossen sind. Die Trinkwasser-Erwärmung erfolgt ebenfalls über den Fernwärmeanschluss mittels zentralem Wärmetauscher und Warmwasserbereiter. Als Resultat aller dieser Maßnahmen dürfen sich die Mieter über eine nennenswerte Energieeinsparung sowie besseren Wohnkomfort freuen.

Das Gebäude ist unterkellert und erhielt nach Abbruch der bestehenden Balkone für alle Wohnungen neue vorgestellte Balkone in Stahlkonstruktion. Der Eingangsbereich Bahnstr. 64 wurde durch einen Vorbau erweitert, so dass dort Bewegungsraum für Kinderwagen oder Rollatoren entstanden ist. Die Außenanlagen mit PKW-Stellplätzen und Grünflächen werden neu gestaltet und erhalten zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

Meerbusch-Osterath, Lindenstraße 25-31. Im zweiten Bauabschnitt erfolgen im laufenden Geschäftsjahr Umbau und Sanierung von 17 Wohnungen mit einer Wohnfläche von insgesamt 1.155 qm als geförderte Maßnahme im Programm der RL Mod. Jede Wohneinheit wurde mit 100.000 EUR gefördert; die Fördersumme des Landes belief sich auf insgesamt 1,7 Mio. EUR. Damit einher geht die Umwidmung von freifinanziertem zu öffentlich gefördertem Wohnraum. Der Baubeginn erfolgte im ersten Quartal 2021; die Fertigstellung ist für das vierte Quartal vorgesehen.

Die Modernisierungsmaßnahmen umfassen nach Vorgaben des Förderprogramms RL Mod:
- Barrieren abbauen
- Hauseingang / Erweiterung durch einen Vorbau
- Abbau / Rückbau der Kelleraußentreppen
- Fassadendämmung
- Kellerdeckendämmung
- Dämmung des Daches
- Fenstersanierung (3-fach Verglasung)
- Erneuerung der Kellerfenster mit ISO-Verglasung
- Sanierung der Heizungsanlage
- Umstellung von dezentrale Warmwasserbereitung zur zentralen Bereitung
- Badsanierung mit barrierefreien bzw. ebenerdigen Duschen
- Strangsanierungen der Wasserleitungen für die Bäder und Küchen
- Elektrounterverteilung in den Wohnungen
- Erneuerung der Elektroleitungen innerhalb der Wohnung (nur bei Leerstand)
- Erneuerung der Wohnungstüren (Dreifachverriegelung / schall- und wärmegedämmt / Türspion)
- Gegensprechanlagen in den Wohnungen
- Digitale Zugangskontrolle der Haustüre
- Neu Vorstellbalkone
- Neu Müllplätze
- Neu Fahrradboxen für die Mieter
- Neugestaltung der Außenanlagen einschl. barrierefreier Zuwegung zu den Hauseingängen
- Erneuerung der Zaunanlagen

Weitere fertiggestellte Sanierungsvorhaben nach RL Mod:
Meerbusch-Lank, Eichendorffstr. 42-46, 15 Wohnungen
Viersen-Süchteln, An Pantaleon 32, 33, 34, 18 Wohnungen

Kontakt

 

GWG Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Kreis Viersen AG
Haus der Wirtschaft
Willy-Brandt-Ring 17
41747 Viersen

Telefon: 02162 / 5780-0
e-Mail: info@gwg-kreis-viersen.de,

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