GWG berichtet über das Geschäftsjahr 2020

Seit Anfang 2020 hat sich das Coronavirus (COVID-19) weltweit ausgebreitet. Auch in unserem Geschäftsgebiet hat die Pandemie zu deutlichen Einschnitten im sozialen wie auch im Wirtschaftsleben geführt. Für die GWG könnten in diesem Zusammenhang Risiken aus der Verzögerung bei der Durchführung von Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen entstehen, verbunden mit dem Risiko von Kostensteigerungen und der Verzögerung von geplanten Einnahmen. Darüber hinaus könnten die Mietausfälle ansteigen. Im Geschäftsjahr 2020 gab es jedoch keine Verzögerungen und Ausfälle, die erkennbar durch die Pandemie verursacht worden wären.

Wohnungsbestand. Zum Bilanzstichtag 31.12.2020 verwalteten wir 4.736 eigene Wohneinheiten (Vorjahr 4.642). In unserem Wohnungsbestand sind 1.240 Wohneinheiten (Vorjahr 1.110) öffentlich gefördert. Dazu befinden sich im weiteren Eigentum der GWG 26 Gewerbeeinheiten sowie 2.031 Garagen/Stellplätze.

In der Fremdverwaltung wurden 177 Wohneinheiten, 105 Gewerbeeinheiten, 691 Garagen/Stellplätze und 17 Wohnungseigentümergemeinschaften betreut.

Im Geschäftsjahr 2020 erfolgte der Abriss der Häuser Hunsbrückstraße 12 und 14 in Kempen-St. Hubert, um Platz für eine Neubebauung zu schaffen. Angekauft wurden Grundstücke in Kempen-St. Hubert, Auf dem Zanger, in Niederkrüchten-Elmpt, Florianstraße, und in Schwalmtal-Amern, Waldnieler Straße, für die in den nächsten Jahren eine Wohnbebauung vorgesehen ist.

Unser Wohnungsbestand weist 4.736 Wohneinheiten aus, 94 mehr als im Vorjahr, und verteilt sich im Geschäftsgebiet wie folgt (Stand: 31.12.2020):

Brüggen 181
Geldern 46
Grefrath 219
Kempen 524
Krefeld 114 
Meerbusch 780 
Nettetal 823
Niederkrüchten 42
Schwalmtal 312
Tönisvorst 179 
Viersen 802
Willich 714

Vermietung. Die Leerstandsquote des Wohnungsbestandes betrug zum Bilanzstichtag insgesamt 2,6 % (121 WE) und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr (3,0 %, 139 WE) verbessert. Dabei spielt eine Rolle, dass die geplanten Leerstände nach der Sanierung oder dem Abriss der entsprechenden Objekte zurückgegangen sind. Der marktbedingte Leerstand lag bei 1,4 % (64 WE) und damit um eine Wohnung höher als im Vorjahr.

Die Fluktuationsquote betrug 7,6 % (8,1%) des Wohnungsbestandes. Wesentliche Ursachen für die Fluktuation waren Tod des Mieters, Wohnungsgröße/-schnitt, Wohnortwechsel, Umzug ins Alten-/Pflegeheim sowie der Erwerb von Eigentum.

Die durchschnittliche monatliche Nettokaltmiete für GWG-Wohnungen blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert und betrug zum Stichtag 5,36 EUR pro qm (5,39 EUR pro qm). Die Bestandsmieten wurden pandemiebedingt nur moderat angepasst. Außerdem wurden 2020 vor allem öffentlich geförderte Wohnungen mit niedrigen Mieten fertiggestellt.

Neubautätigkeit. Bei den Neubauvorhaben wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr fertiggestellt die Objekte in Kempen, Heyerdrink (10,7 Mio. EUR), in Meerbusch-Büderich, Moerser Straße (7,6 Mio. EUR), in Meerbusch-Osterath, Insterburger Straße 2. BA (4,1 Mio. EUR) und in Tönisvorst-St. Tönis, Rue de Sées (2,5 Mio. EUR).

Im Bau befinden sich die Projekte in Meerbusch - Lank, Uerdinger Straße (Projektvolumen 3,35 Mio. EUR), in Willich, Neusser Straße (2,2 Mio. EUR), in Tönisvorst - Vorst, Kuhstraße (2,85 Mio. EUR) und in Kempen - St. Hubert,.Hunsbrückstraße (4,4 Mio. EUR Gesamtvolumen).

Modernisierung und Instandhaltung. Neben den geplanten Großinstandhaltungen wurden im Geschäftsjahr 7,5 Mio. EUR (Vorjahr 2,2 Mio. EUR) für Modernisierung in die Bauten des Anlagevermögens investiert. Dabei wurden unter anderem Dach-, Aufzugs-, Elektro- und Balkonsanierungen durchgeführt sowie Zuwegungen und Hauseingänge hergerichtet.

Darin enthalten sind die Komplettsanierung der Häuser Bahnstr. 64, 64a in Grefrath, Eichendorffstraße 44-48 in Meerbusch-Lank, Lindenstraße 19, 21, 23 in Meerbusch-Osterath und An Pantaleon 32, 33, 34 in Viersen Süchteln. Diese Maßnahmen wurden mit Fördermitteln des Landes NRW (RL Mod.) durchgeführt. Durch das Förderprogramm wurden diese bisher freifinanzierten Wohnungen in öffentlich geförderte Wohnungen umgewandelt.

Des Weiteren wurde die energetische Komplettsanierung der Häuser Kamperlingsweg 19 bis 29 in Kempen fertiggestellt. In den Häusern Eickener Straße 2, 4 und 12 in Schwalmtal-Waldniel sowie im Haus Mertensweg 24 in Willich-Anrath wurden erstmalig Aufzüge eingebaut. Darüber hinaus wurden drei Wohnungen an der Hauptstraße 6 in Krefeld-Oppum saniert, die wir 2019 erworben haben.

Wirtschaftliche Lage. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 20,4 Mio. EUR auf 227,6 Mio. EUR erhöht. Auf der Aktivseite ist dieser Anstieg im Wesentlichen durch das Immobilienvermögen verursacht. Aufgrund der umfangreichen Neubautätigkeit sowie der Modernisierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2020 hat sich unser Immobilienvermögen um insgesamt 20,4 Mio. EUR erhöht. Bei dem Immobilienvermögen stehen im Wesentlichen den Investitionen von insgesamt 26,0 Mio. EUR planmäßige Abschreibungen von 5,6 Mio. EUR gegenüber.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital aufgrund des erzielten Jahresüberschusses von 3,0 Mio. EUR, dem eine Ausschüttung von 0,4 Mio. EUR gegenüberstand, um 2,6 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 22,1 % im Vergleich zum Vorjahr mit 23,0 %.

Die GWG erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Überschuss von 2,95 Mio. EUR. Mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 298.000 EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 3,25 Mio. EUR. Es ist beabsichtigt, eine Dividende von 26,00 EUR je Stückaktie (402.000 EUR) auszuschütten, einen Betrag von 2,7 Mio. EUR in die Rücklagen einzustellen und den Restbetrag von 148.000 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Das Unternehmen beschäftigte am Ende des Berichtsjahres insgesamt 59 (58) Mitarbeiter-/innen; darin enthalten sind vier Auszubildende

Prognose für den Wohnungsmarkt. Für den Kreis Viersen prognostiziert IT.NRW einen Rückgang der Bevölkerung bis 2040 um 3,0%. Während in allen Kommunen des Kreises die Bevölkerung sinkt, wird mit einem Anstieg der Bevölkerung in Willich um 5,3% gerechnet. Im Kreis Viersen wird die Altersgruppe unter 19 Jahren um 7,5% und die Altersgruppe 19 bis 65 Jahre um 18,2% sinken. Die Gruppe der über 65-Jährigen wird im gleichen Zeitraum um 42,9% steigen.

In Schwalmtal (78,1%), Niederkrüchten (67,8%) und Willich (65,1%) wird ein besonders hoher Anstieg der über 65-Jährigen prognostiziert. In Viersen (16,5%) und Grefrath (24,8%) wird mit einem vergleichsweise niedrigen Anstieg gerechnet.

Für die Stadt Meerbusch wird ein Anstieg der Bevölkerung bis 2040 um 6,8% prognostiziert. Die Altersgruppe unter 19 Jahren wird laut dem Bericht um 5,7% steigen, während die Altersgruppe 19 bis 65 um 0,9% sinken wird. Die Altersgruppe über 65 wird voraussichtlich um 26,5% steigen.

Für das Lan.d NRW wird mit der Zunahme der privaten Haushalte bis 2045 um 3,0% gerechnet. Für den Kreis Viersen wird eine Entwicklung zwischen minus 3,0% bis plus 3,0% erwartet, während für die Stadt Meerbusch eine Zunahme von 3,0% bis 7,0% prognostiziert wird.

Die NRW.BANK berichtet im Wohnungsmarktbarometer 2019, dass die Anspannung für Mieter auf den nordrhein-westfälischen Wohnungsmärkten weiter zugenommen hat. Dabei gelten barrierefreie/-arme Wohnungen unter 60 m² sowie die unteren und öffentlich geförderten Wohnungssegmente als am stärksten betroffen. Als Hauptgrund wird hierfür die Zuwanderung von Arbeitssuchenden aus dem Osten, Süden und Südosten der EU genannt. Auch die Integration von Flüchtlingen in den regulären Wohnungsmarkt steigerte die Wohnungsnachfrage. Es wird davon ausgegangen, dass die Lage auf dem Wohnungsmarkt auch in den nächsten ein bis zwei Jahren auf einem ähnlich hohen Anspannungsniveau bleiben wird. Mittelfristig wird mit einer leichten Entspannung in allen Segmenten gerechnet.

Ausblick auf unsere Geschäftsaktivitäten. Die GWG wird auch weiterhin – entsprechend der Bevölkerungs- und Marktentwicklung – ihren Investitionsschwerpunkt auf das Neubauprogramm legen. Um den Mangel an bezahlbarem Wohnraum entgegenzuwirken, wird die seit dem Jahr 2015 erhöhte Bautätigkeit im Bereich des öffentlich geförderten Wohnungsbaus fortgesetzt. Breite Schichten der Bevölkerung werden so mit preisgünstigem Wohnraum versorgt. Dabei werden sowohl das altersgerechte Wohnen als auch das Wohnen für junge Familien berücksichtigt. Das Unternehmen wird auch im freifinanzierten Wohnungsbau tätig sein, um die entsprechend Zielgruppen mit ausreichendem Wohnraum versorgen zu können.

Für das Jahr 2021 rechnen wir mit der Fertigstellung von insgesamt 32 Wohnungen in Meerbusch, Tönisvorst und Willich, von denen 16 öffentlich gefördert sind. Mit der Fertigstellung dieser Projekte ist das Bauprogramm 2015-2020 der Gesellschaft abgeschlossen.
Die Bauoffensive wird mit dem Bauprogramm 2021-2025 fortgesetzt. Im Jahr 2022 sollen die ersten 54 im Bau befindlichen Wohnungen aus diesem Programm in Kempen und Meerbusch fertiggestellt werden. Dieses zweite Bauprogramm umfasst die Herstellung von ca. 350 weiteren Wohnungen.

 

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