„Bauoffensive“ für bezahlbaren Wohnraum

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Die Bilanzsumme der GWG hat sich im Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr um 17,0 Mio. EUR auf 207,2 Mio. EUR erhöht. Auf der Aktivseite schlägt sich dies in der umfangreichen Neubautätigkeit sowie in den Modernisierungsmaßnahmen nieder.

Das Unternehmen erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 3,2 Mio. EUR. Daraus wird eine Dividende von 26 EUR je Stückaktie (402.000 EUR) ausgeschüttet. Die verbleibenden 2,8 Mio. fließen in die Rücklagen, wodurch sich das Eigenkapital auf 47,7 Mio. EUR (44,9 Mio. EUR) erhöht. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 23,0% (Vorjahr 23,6%).

Die GWG beschäftigte zum Ende des Berichtsjahres einschließlich der Auszubildenden 58 (54) Mitarbeiter-/innen, davon 36 Frauen und 22 Männer. Immobilienkaufleute und Betriebswirte prägen den kaufmännischen Bereich, Techniker und Architekten den technischen Bereich.

Wohnungsbestand

Zum Stichtag 31.12.2019 verwaltete die GWG 4.642 eigene Wohneinheiten (Vorjahr 4.583). Davon sind im eigenen Wohnungsbestand 1.110 Wohneinheiten (1.108) öffentlich gefördert. Im weiteren Eigentum der GWG befinden sich 25 Gewerbeeinheiten sowie 1.941 Garagen/Stellplätze.

Als Dienstleistung wurden in der Fremdverwaltung insgesamt 179 Wohneinheiten, 118 Gewerbeeinheiten, 692 Garagen/Stellplätze sowie 17 Wohnungseigentümer-Gemeinschaften betreut.

Vermietung

Die Gesamtleerstandsquote des Wohnungsbestandes betrug zum Stichtag 3,0% (139 WE) und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (2,5%, 113 WE) leicht gestiegen. Das geht vor allem auf die Zunahme von geplanten Leerständen wegen Sanierung oder Abriss zurück. Der marktbedingte Leerstand liegt lediglich bei 1,4% (63 WE) und damit um 0,1%-Punkte höher als im Vorjahr.

Die Fluktuationsquote im Wohnungsbestand beträgt 8,1% (Vorjahr 9,2%) und wurde vor allem durch Tod des Mieters, Bedarfsänderung bei Wohnungsgröße/-schnitt, Wohnortwechsel und Umzug ins Alten-/Pflegeheim verursacht.


Die durchschnittliche monatliche Nettokaltmiete im Wohnungsbestand der GWG betrug zum Stichtag 5,39 EUR pro qm (Vorjahr 5,27 EUR pro qm). Die Erhöhung beruht im Wesentlichen auf Anpassungen der Bestandsmieten an die ortsübliche Vergleichsmiete sowie Anpassungen von Wiedervermietungsmieten.

Investitionen in Modernisierung und Instandhaltung

Neben der Kernsanierung der beiden Wohnhäuser in St.Tönis, Rue des Sées, wurde im Berichtsjahr 2,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,65 Mio. EUR) für die Modernisierung von Bestandsbauten investiert. So wurden unter anderem Dach-, Aufzugs-, Elektro- und Balkonsanierungen durchgeführt sowie Zuwegungen und Hauseingänge hergerichtet.

Als wesentliche Maßnahmen sind die Komplettsanierungen der Häuser Niederstraße 37 und 39 in Willich-Schiefbahn sowie die energetische Sanierung der Häuser Kamperlingsweg 19 bis 29 in Kempen zu nennen. Darüber hinaus wurden an den Häusern Mertensweg 20 und 22 in Willich-Anrath erstmalig Aufzüge angebaut.

Außerdem wurde mit der Komplettsanierung der Häuser in Grefrath, Bahnstr. 64, 64a, in Meerbusch-Lank, Eichendorffstraße 44-48, in Meerbusch-Osterath, Lindenstraße 19, 21, 23 und in Viersen-Süchteln, An Pantaleon 32, 33, 34, begonnen. Diese Maßnahmen für insgesamt 60 Wohnungen werden mit öffentlichen Mitteln aus der Modernisierungsrichtlinie des Landes NRW (RL Mod) gefördert. Bis 2022 werden weitere 43 Wohnungen folgen.

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Bauoffensive 2015-2020

Der Wohnungsmangel insbesondere für junge Familien, für Seniorenhaushalte, Alleinstehende und „Normalverdiener“ ist im Berichtsjahr 2019 nicht nur in prosperierenden Oberzentren wie Düsseldorf oder im sogenannten „Speckgürtel“ solcher Städte spürbar geworden, sondern auch in den ländlichen und weniger dicht besiedelten Regionen wie dem Kreis Viersen.

Noch im Geschäftsjahr 2014 hatten wohnungswirtschaftliche Studien für unser Geschäftsgebiet lediglich einen „leichten Anstieg der Haushalte“ und eine „leicht wachsende Nachfrage“ prognostiziert.

Bereits ein Jahr später, im Geschäftsjahr 2015, rechnete die NRW.Bank in Untersuchungen zur Entwicklung der Privathaushalte bis 2040 und in einer regionalen Wohnungsneubaunachfrage bis 2020 für unsere Region „mit einem deutlichen Anstieg der Privathaushalte (5 -10 %) bis 2020 und damit einer steigenden Nachfrage nach Wohnraum“. Auch darüber hinaus sei mit einem Anwachsen der Privathaushalte bis 2040 zu rechnen.

Der Zuwachs, so die NRW.Bank, resultiere dabei aus einem Absinken der 3- bis 4-Personen-Haushalte, während die kleineren Haushalte überproportional anwachsen würden. Unter Hinzunahme der Zuwanderung von Flüchtlingen, ergebe sich daraus eine Wohnungsbaunachfrage von ca. 6–11 % bis zum Jahr 2020.

Das aktuelle Wohnungsmarktbarometer der NRW.Bank nennt einen akuten Mangel vor allem bei barrierefreien bzw. -armen Wohnungen ganz besonders unter 60 qm Wohnfläche. Für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen sei es schwierig, bezahlbaren Wohnraum zu finden, zumal öffentlich geförderte Wohnungen nicht in ausreichender Zahl erstellt würden.

Seit 2015 hat die GWG darum ihren Investitionsschwerpunkt im Zuge einer „Bauoffensive“ verstärkt auf ein Neubauprogramm zur Schaffung insbesondere von öffentlich gefördertem Wohnraum gesetzt. Breite Schichten der Bevölkerung können somit preisgünstigem Wohnraum versorgt werden. Dabei werden sowohl das altersgerechte Wohnen wie auch das Wohnen für junge Familien berücksichtigt.
Im Zuge der Bauoffensive sind während der letzten fünf Jahre über das gesamte Geschäftsgebiet verteilt 21 Bauprojekte mit insgesamt 302 Wohnungen fertiggestellt bzw. begonnen worden. Davon wurden 214 Wohneinheiten öffentlich gefördert.

Bis zum Ende des Berichtsjahres (Stand: 31.12.2019) wurden insgesamt 173 Wohnungen bezugsfertig errichtet, wovon 134 an Mieter mit Wohnberechtigungsschein vermietet wurden.

Für das laufende Geschäftsjahr 2020 rechnen wir mit der Fertigstellung von weiteren 117 Wohnungen in Kempen, Krefeld, Osterath, Büderich und St. Tönis, von denen 80 mit öffentlichen Geldern gefördert wurden. In Bau befinden sich Projekte in Lank, Vorst und Willich, die voraussichtlich 2021 bezugsfertig sein werden.

Der Baubeginn weiterer geplanter Bauvorhaben in diesem Jahr und den Folgejahren hängt von Verlauf und Auswirkungen der Corona-Pandemie ab. Deren Folgen sind zu den bestehenden Hindernissen eines schnellen Wohnungsneubaus hinzugekommen, als da sind: die bisher vorherrschende Auslastung der Bauwirtschaft sowie die mitunter langen Baugenehmigungsverfahren.

 

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